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Skitour 2017

Bundesgerichtsurteil

Moorschutz gelöchert

Protokoll GV
Februar 2017


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Stellungnahme zum Triftprojekt der KWO

Der Präsident Hans Anderegg hat eine Stellungnahme zum Triftprojekt erarbeitet. Dieses kann unter http://www.grimselverein.ch/archiv/TriftNichtNötig.pdf eingesehen werden.
(18.6.2017)










Skitour 2017



Grimselverein-Skitour auf’s Schrybershiri, 29.4.2017

Die geplante dreitägige Grimselverein-Skitour wurde von den Wetterkapriolen verwirbelt. Die 30-50 cm Neuschnee der letzten Tage machen unser Vorhaben, in die Hochalpen vorzustossen, unmöglich.

Am Samstag ist dafür ein Prachtstag angesagt. So fahren sieben GrimslerInnen früh morgens zur Schwarzwaldalp im Reichenbachtal. Die Landschaft ist weiss wie kaum je in diesem Winter, die Bäume leuchten schneeverhangen, die überzuckerten Felswände der Engelhörner glitzern in der Sonne. Frühlingsgrün geht unvermittelt in winterweiss über. Im Aufstieg wird schnell klar: Das gibt einen anstrengenden Tag. Der schwere, klebrige Schnee macht das Spuren zum Kraftakt und wird auch das Abfahren nicht leichter gestalten. Die Ski hängen wie Blei an den Füssen. Die zunehmende Hitze treibt den Schweiss aus allen Poren.
So brauchen wir fast vier Stunden bis zur kleinen Kuppe des Schrybershiri (2516m), eines Vorgipfels des Wildgärst. Unterwegs beobachten wir mehrere Gämsfamilien, die ebenfalls mit dem Neuschnee kämpfen, sich aber auch schon wieder an aperen Grasflecken herumtummeln.
Nach einer ausgiebigen Gipfelrast mit der obligaten Grussbotschaft an die Sunnig Aar machen wir uns vorsichtig an die Abfahrt. Der Schnee weckt inzwischen Assoziationen nach frischem Beton (der Albtraum jedes Grimselfreunds!). Es gilt, mit viel Rücklage die Ski vor dem Untergang zu bewahren. Kurven sind selten nötig, die Bremswirkung des Schneeklotzes, den man vor sich herschiebt, ist ausreichend.
Je tiefer wir kommen, desto dürftiger die Unterlage. Überall rauschen Schmelzwasserbäche. Der Frühling gewinnt wieder Oberhand. So sind wir froh, das Hotel Rosenlaui zu erreichen, bevor der Schnee sich ganz verflüchtigt. Das Hotel ist noch geschlossen, umso mehr schätzen wir die Ehre, von Christine Kehrli zu einem Trunk eingeladen zu werden.

Bericht: Nick Röllin
(4.5.2017)










Bundesgerichtsurteil

Das Bundesgerichtsurteil vom 5.April 2017 kann auf der Homepage des Grimselvereins unter http://www.grimselverein.ch/archiv/bundesgerichtsurteil.pdf eingesehen werden.
(25.6.2017)










Gletschervorfeld. (Bild/Montage T. Rytz)



Moorschutz gelöchert: Erhöhung der Staumauern an der Grimsel aber vorerst nicht möglich!

Das Bundesgericht hat definitiv entschieden: Die Staumauererhöhung an der Grimsel ist in Bezug auf den Moorschutz nicht verfassungswidrig. Damit kann die Sunnig Aar vielleicht zerstört werden.

Der Grimselverein ist irritiert und sehr besorgt darüber, dass der verfassungsmässige Moorschutz an der Grimsel vom Bundesgericht in Lausanne nicht vollumfänglich bestätigt worden ist. Ein offensichtlich politisches Urteil, das ein schlechtes Licht auf die Verlässlichkeit der Justiz wirft; die Bundesrichter haben ohne offengelegten Plan anders entscheiden als alle fünf RichterInnen des Berner Verwaltungsgerichts und auch die eigene mehrjährige Praxis verlassen. Dieser Entscheid ist hoffentlich kein Signal, dass die letzten zwei Prozent der Moore in der Schweiz, die vom ursprünglichen Bestand noch erhalten geblieben sind, auch noch zerstört werden dürfen.

An der Grimsel können die einmalige Moorlandschaft Sunnig Aar, der Arvenwald und das Gletschervorfeld in ihrer ganzen Pracht momentan aber noch nicht den Profitinteressen des Kantons Bern und der Städte Bern, Basel und Zürich geopfert werden. Das Berner Verwaltungsgericht hatte die Staumauererhöhung nur unter dem Aspekt des Moorschutzes angeschaut. Daher geht der Fall zurück ans Berner Verwaltungsgericht, welches nun auch noch die weiteren Punkte der Beschwerde der Umweltverbände beurteilen muss. Eine Erhöhung ist erst möglich, wenn auch diese weiteren Punkte wie etwa die Zugehörigkeit zum BLN Inventar nicht für eine Annahme der Beschwerde ausreichen.

Unser Land würde die Energiewende auch ohne den vergrösserten Grimselsee schaffen. Die nun mögliche Mauererhöhung bringt nicht mehr Winterstrom als durch den Verzicht auf 1/16 aller Schweizer Elektroheizungen eingespart werden könnte. Die gleiche Menge Winterstrom könnte auch mit Solarenergie an Fassaden erzeugt werden. Es besteht also keine Not, weitere landschaftliche Kleinode zu zerstören.

Etwas Positives könnte der unverständliche Bundesgerichtsentscheid immerhin haben. Die Standesinitiative des Kantons Bern, welche den verfassungsrechtlichen Moorschutz für grosse Wasserkraftwerke aushebeln will, ist bloss wegen der Erhöhung der Staumauer an der Grimsel eingereicht worden. Falls sie der Kanton Bern jetzt nicht sowieso zurückzieht, kann sie nun vom eidgenössischen Parlament ruhig versenkt werden.

Kontakt: Hans Anderegg, Präsident Grimselverein
(7.4.2017)

Sunnig Aar. (Bild: Peter Anderegg)
Das Bundesgericht erlaubt die Zerstörung unter dem Aspekt des Moorschutzes (Bild: Peter Anderegg)










Protokoll der ausserordentlichen Generalversammlung 2017

Das Protokoll der GV vom 4. Februar 2017 ist online. Protokoll anzeigen...