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Schwall-Sunk in der Aare
geschrieben von: Heini Glauser (IP gespeichert)
Datum: 28. Dezember 2005 12:00
Während wir uns trotz tiefer Temperaturen in unseren warmen Wohnungen wohlfühlen können und die Erinnerungen an viele diesjährige Umweltzerstörungen durch gute Gespräche oder gute Literatur beiseite legen oder verdrängen können, habens andere Kreaturen wesentlich schwieriger.
Die beiliegenden Grafiken lassen den Stress der Fische in der Aare, zwischen Innertkirchen und dem Brienzersee erahnen. Entsprechend den Gewinnmöglichkeiten durch hohe Strompreise wird in Innertkirchen Strom produziert. Zwei Stunden später erreicht der Wasserschwall, der durch das Turbinieren entsteht die Messstelle Brienzwiler (einen km vor dem Brienzersee). Dieser Wasserschwall, am Abend des 27. Dezembers, erhöhte die Wassermenge innerhalb von 45 Minuten von 2 auf 26 m3 pro Sekunde. Gleichzeitig sank die Temperatur des Wassers von 4,5 auf 2,5 Grad Celsius. Auch die Qualität des Wassers, mit hohen Anteilen von Feinschlämmen, dürfte sich entsprechend verschlechtert haben. Solche Schwall-Sunk-Situationen finden täglich und z.T sogar mehrmals täglich statt. Bei besonders lukrativen Preissituationen könnten schon heute in Innertkirchen sogar 68 m3 Wasser pro Sekunde aufs Mal turbiniert werden.
(Quelle: Aktuelle Aarepegel, Strombörse Leipzig) 1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.01.06 23:08.
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